Archive for the ‘Vegetarisch’ Category

Geröstete Haferflocken

Wollte ich dieses archaische Knuspermüsli groß vermarkten, müsste ich es wohl besser „Crunchy Cereal“ oder ähnlich nennen. Doch da ich mit dieser primitiven Leckerei und ihrem Duft allerschönste Kindheitserinnerungen verbinde, bleibe ich beim altmodischen Namen „Geröstete Haferflocken“.  Schmecken super mit kalter Milch oder Naturjoghurt.

Man braucht für eine Portion:
5EL zarte Haferflocken
2 EL Zucker
1- 2  EL Butter

So einfach geht’s:
Haferflocken und Zucker in einem tiefen Teller mischen. Die Butter in der Pfanne schmelzen lassen, Haferflockenmix dazugeben und unter Rühren ein paar Minuten ganz leicht karamelisieren lassen.  Dabei sollten die Flocken leicht bräunen und sich mit dem geschmolzenen Zucker verbinden, aber bloß nicht zu dunkel werden. Denn dann schmeckt’s bitter.

Kann man direkt warm essen oder abkühlen lassen. Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

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Avocadocreme

Ein Klassiker der Texmex-Küche, kinderleicht herzustellen und  super zum Dippen von Tortillachips geeignet. Oder auch als Aufstrich, der frisches Fladenbrot oder Baguette zu einem leckeren Snack macht. Manche meiner Freunde schwören darauf, die Creme mit Hilfe von 1 bis 2 zerdrückten Knoblauchzehen und/oder etwas Tabascosauce würziger zu machen. Mein Geschmack ist das nicht so unbedingt, aber als Tipp sei es erwähnt.

Man braucht:
1 Avocado (schön reif, das heißt an einem Ende schon ein bisschen weich)
1 TL Zitronensaft
2 EL saure Sahne
Pfeffer
Salz

So geht’s:
Die Avocado längs halbieren, den Kern auslösen und das Fruchtfleisch mit einem Teelöffel auskratzen. Auf einen tiefen Teller geben, mit dem Zitronensaft beträufeln und mit einer Gabel fein zerdrücken. Saure Sahne, Salz und Pfeffer unterrühren. Fertig!

Weil die Creme mit der Zeit grau wird (Oxidation), sollte man sie möglichst frisch auf den Tisch bringen. Reste halten sich aber abgedeckt im Kühlschrank zwei Tage, sieht dann halt bloß nicht mehr so schön grün aus.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Schmorgurken (Gurkengemüse)

Geschmortes Gurkengemüse ist irgendwie ein bisschen in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, wie ich finde. Deshalb hier ein Klassiker der Gemüseküche: die gute alte Schmorgurke.

Man braucht für zwei Personen (als Beilage zu Salzkartoffeln oder Reis):
1  Salatgurke
1 kleine Zwiebel
1 EL Margarine oder Öl
1 EL Mehl
1/2 Tasse warmes Wasser
1 TL Salz
Pfeffer, Prise Zucker
100 ml Schmand

So geht’s:
Gurke waschen, dünn schälen, der Länge nach halbieren. Mit einem Teelöffel die Kerne herauskratzen und wegtun. Das verbleibende Fruchtfleisch in Scheiben von etwa 5 mm Dicke schneiden.

Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden.

In einem Topf Fett oder Öl erhitzen, die Zwiebelwürfel darin anbraten, bis sie goldgelb sind. Dann die Gurkenstücke dazugeben und zusammen 3 Minuten dünsten. Mehl überstäuben und mit dem warmen Wasser ablöschen. Salz, Zucker und etwas Pfeffer hinzugeben, alles zum Kochen bringen und auf kleiner Flamme 10 bis 15 Minuten köcheln lassen.

Schmand unter die Sauce rühren, nochmals erhitzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Asiatisches Pfannengemüse mit Reis

Knackiges Gemüse in asiatischer Sauce: Dieses gesunde Schnellgericht erfreut nicht nur Vegetarier. Es lässt sich übrigens auch mit anderem Gemüse ergänzen, zum Beispiel Lauch, Bambussprossen oder Zwiebeln – was halt so da ist! Wer es gern etwas schärfer mag, kann auch zusätzlich asiatische Gewürze mit anbraten, zum Beispiel Ingwer oder eine Currymischung.

Man braucht für zwei Personen:
1 Tasse Parboiled-Reis
2 Tassen Wasser
1 große Mohrrübe
150 – 200 g Weißkohl
eine Handvoll Mungbohnensprossen
1/2 Paprikaschote (rot oder gelb)
1 EL Öl
2 EL Sojasauce
2 EL Apfelsaft
1 TL Speisestärke
1 Tasse Wasser
Salz

Und so geht’s:
Möhre schälen, Paprikaschote von Kernen und weißen Trennwänden befreien. Sprossen waschen. Kohl, Mohrrübe und Paprika in etwa 3 bis 4 cm lange, dünne Streifen schneiden.

In einem Topf zwei Tassen Wasser zum Kochen bringen. Halben gestrichenen Teelöffel Salz und den Reis hinzugeben, auf kleiner Flamme 16 bis 18 Minuten quellen lassen.

Wenn der Reis im Topf ist, eine große Pfanne (oder Wok, wer hat) auf dem Herd heiß werden lassen. Das Öl hineingeben und darin das Gemüse 7 Minuten unter ständigem Rühren auf mittlerer bis hoher Hitze anbraten. In einer Tasse Sojasauce, Apfelsaft, Speisestärke und etwas Salz verrühren. Über das Gemüse in der heißen Pfanne geben, mit einer Tasse Wasser ablöschen. Auf kleiner Flamme weitere 7 Minuten dünsten, dabei gelegentlich umrühren. Kocht die Flüssigkeit zu sehr ein, muss man etwas Wasser zugeben (das Gericht soll nicht trocken sein, sondern eine Sauce haben). Am Ende mit Salz abschmecken. Mit Reis servieren.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Müsli-Muffins

Die leckeren Müsli-Muffins haben einen psychologischen Vorteil gegenüber anderem Kuchen: Durch die Getreideflocken im Teig kann man sich einbilden, etwas richtig Gesundes zu essen – schließlich neutralisiert die enthaltene Haferkleie zumindest einen kleinen Teil des Cholesterins aus der Butter. Sie ist für den Geschmack des Gebäcks unverzichtbar und sollte höchstens zur Hälfte durch Margarine ersetzt werden.

Man braucht für zehn Muffins:
2 große Eier
80 Gramm Zucker
125 Gramm Butter
100 Gramm Weizenmehl
75 Gramm feinflockiges Müsli („Kindermüsli“)
halber Teelöffel Backpulver
nach Geschmack ein paar Schokostreusel

So geht’s:
Zehn Mulden eines Muffinblechs mit je einem Papierförmchen bestücken. Eier, Zucker und weiche Butter in einer Schüssel schaumig rühren. Mehl, Müsli und Backpulver vermischen, dazugeben und nur noch kurz weiter rühren – Die Zutaten sollen gerade eben gleichmäßig vermengt sein. Den Teig in die Papierförmchen füllen, jeweils etwa einen Esslöffel. Als Deko kann man jetzt noch Schokostreusel obendrauf streuen. Damit wird das Gebäck automatisch attraktiver für Kinder 😉

Im Backofen bei 180 Grad (Gas Stufe 3) 20 bis 25 Minuten backen. Die Muffins sind fertig, wenn sie vom Rand her goldbraun werden. Am besten schmecken sie noch am selben Tag.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Linsen-Aufstrich

Was Deftiges zum Brot, aber bitte kein Fleisch? Aber gern: Dieser Aufstrich aus gelben Linsen ist lecker, einfach herzustellen und noch dazu wirklich preiswert. Er „funktioniert“ allerdings wirklich nur mit gelben Linsen, denn die braunen zerfallen beim Kochen nicht.

Man braucht für zwei bis drei Personen zum Brot:
1 EL Zwiebelwürfel
etwas Öl oder Butter zum Braten
1/2 Tasse gelbe Linsen
1 1/2 Tassen Wasser
1 EL Majoran
1/2 TL Salz
20 – 30 g Butter
Pfeffer

Und so geht’s:
Die Zwiebelwürfel im heißen Fett glasig andünsten.

Mit Wasser, Linsen und Majoran in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Zwischendurch umrühren und kontrollieren: Sollte das Wasser bereits vor Ende der Garzeit vollständig aufgesogen sein, muss man etwas Wasser dazugeben. Nach 20 Minuten sollen die Linsen beginnen zu zerfallen, und es soll kein Wasser mehr übrig sein.

Dann püriert man die Linsen mit Butter und Salz (wer keinen Pürierstab hat, kann die Linsen auch mit dem Löffel durch ein Sieb streichen) und schmeckt das Püree kräftig mit Salz und Pfeffer ab.

Lauwarm und frisch passt es hervorragend zu Baguette oder anderem frischen Weißbrot. Es kann aber auch kalt auf jedes andere Brot gestrichen werden. Im Kühlschrank hält es sich zwei Tage.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Tomaten-Lauch-Suppe mit Grießklößchen

Das Wintergemüse Lauch wird hier kombiniert mit sommerlich-fruchtiger Tomate, die allerdings als Dosenvariante ins Spiel kommt. Das Ganze erhält durch einen Schuss Sahne ein feines Käse-Aroma. Wer es eilig hat (oder auf Eier ganz verzichten möchte), der kann diese Suppe auch mit Nudeln servieren anstatt mit Grießklößchen.

Man braucht für zwei Personen:

Für die Klößchen:
300 ml Milch
1/2 TL Salz
Prise Muskat
75 g Grieß
1 Ei

Für die Suppe:
1 Stange Lauch
2 Mohrrüben
1 EL Öl
1 kl. Dose (400g) Tomatenstücke
1 Tasse Wasser
1/2 Tasse Weißwein (oder Rosé)
1 EL Basilikum
1 knapper TL Salz
1/2 Tasse Sahne
etwas Pfeffer

So geht’s:
Wer mit dem Multitasking in der Küche noch nicht so vertraut ist, sollte erst die Klößchen kochen und dann die Suppe. Routinierte Köche schaffen das natürlich parallel.

Also zunächst die Klößchen: Milch, Salz und Muskat aufkochen. Den Grieß mit dem Schneebesen einrühren, Herd ausschalten und den Brei mit der Restwärme ausquellen lassen. Er soll richtig schön fest sein. Während er abkühlt, hin und wieder etwas umrühren, damit sich keine trockene „Haut“ bildet. Wenn der Brei etwa handwarm oder etwas kühler ist, kann man das Ei mit einer Gabel gründlich unterrühren.

Aus dieser Masse sticht man jetzt mit einem feuchten Teelöffel kleine Portionen ab, die man dann mit ebenfalls angefeuchteten Händen zu Kugeln rollt und auf einen großen Teller legt. Die Menge sollte etwa für 30 bis 40 Klößchen reichen.

In einem großen Topf  2 Liter Wasser zum Kochen bringen, etwas Salz zugeben. Die Klößchen vorsichtig einlegen und so lange im heißen Wasser (auf mittlerer Heizstufe) ziehen lassen, bis sie alle an die Oberfläche gekommen sind. Das dauert je nach Größe etwa 10 bis 15 Minuten. Mit der Schöpfkelle aus dem Wasser heben, zurück auf den Teller geben und abgedeckt beiseite stellen.

Weiter geht’s mit der Suppe: Vom Lauch die dunkelgrünen Blattenden und die Wurzeln abschneiden. Die verbleibende Stange in Scheiben von etwa 5 mm schneiden. In einem Sieb sehr gründlich waschen. Die Mohrrüben schälen und in dünne Scheiben schneiden.

In einem Topf das Öl erhitzen. Lauch und Möhren darin anbraten und etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten, dabei rühren. Dann kommen Tomaten, Wasser, Salz und Wein dazu. Aufkochen und 25 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Pürieren. Basilikum und Sahne einrühren, mit Pfeffer abschmecken. Die Klößchen in die Suppe geben und alles zusammen noch 5 Minuten auf kleinster Flamme ziehen lassen.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Gebackene Bananen

Gebackene Bananen kennt man aus dem Asia-Restaurant. Diese hier sind ohne den dort üblichen Backteig, dafür aber super-einfach herzustellen und ein tolles Rezept gegen spätabendlichen Süßhunger.

Man braucht für 2 Personen (als Nachtisch):
2 reife Bananen
Spritzer Zitronensaft (auch aus der Plastik-Zitrone möglich)
1 EL Butter
2 EL Honig
2 EL Rum

So geht’s:
Die Bananen schälen und der Länge nach halbieren. Jede Bananenhälfte dann noch einmal quer teilen, sodass sie nur noch halb so lang sind. Schnittflächen mit wenig Zitronensaft beträufeln. Butter in einer kleinen beschichteten Pfanne erhitzen. Bananenstücke von beiden Seiten goldgelb braten. Etwas an den Rand der Pfanne schieben. In die so frei gewordene Mitte Honig und Rum geben, verrühren und etwas hin und her schwenken. Die Bananen in der Sauce noch etwa 2 bis 3 Minuten auf niedriger Hitze ziehen lassen. Bananen mit der Sauce servieren. Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Honigkuchen oder Frühstückskuchen

Lecker, nicht nur im Advent: der traditionelle friesische Honigkuchen.Dieser Kuchen kommt tatsächlich ganz ohne Fett aus. Und auch ohne Eier, was ihn für Allergiker attraktiv macht. Das mit dem Fett ist allerdings nur die halbe Wahrheit: In der friesischen Heimat meines Mannes, wo ich das Rezept kennen lernte, isst man den Honigkuchen in Scheiben geschnitten und mit einer großzügigen Schicht guter Butter bestrichen. Sehr lecker, und zwar nicht nur in der Adventszeit.

Zutaten:
125 g Honig
75 g Zucker
125 ml Milch
250 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
1 EL Kakaopulver (ja, Nesquik etc. gehen auch!)
1 Prise Salz
Margarine und Mehl für die Backform

So geht’s:
Eine mittelgroße Kastenform einfetten und dünn mit Mehl ausstreuen.

Honig, Zucker und Milch in einem Topf lauwarm erwärmen und rühren, bis sich Honig und Zucker aufgelöst haben. Die Mischung darf nicht heiß sein, sonst funktioniert später das Backpulver nicht.

Mehl, Backpulver, Kakao und Salz in einer Rührschüssel gut vermischen. Die Honigmischung dazugeben und mit Holzlöffel oder elektrischen Rührgerät so lange verrühren, bis es keine Mehlklumpen mehr gibt.

Den Teig in die Backform gießen, im (nicht vorgeheizten) Ofen bei 160 Grad etwa 50 Minuten bis eine Stunde backen. Der Kuchen bräunt durch den Honig sehr stark, dennoch nicht zu früh aus dem Ofen nehmen, sonst ist er innen noch roh und klebrig. Garprobe mit Holz- oder Drahtstäbchen empfiehlt sich.

Nach dem Backen kann der Kuchen, gut verpackt, eine Ruhezeit von 2 bis 3 Tagen vertragen, ehe er serviert wird. Er wird dann weicher und aromatischer. Und ich empfehle allen Kalorientabellen zum Trotz: Butter drauf!

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Kartoffelgratin

Ein preiswerter und einfacher Klassiker, der immer geht. Das Schneiden der Kartoffeln in superfeine Scheiben macht zwar viel Arbeit. Aber wenn man jemanden findet, der einem dabei Gesellschaft (und Hilfe) leistet, ist es nicht ganz so schlimm.

Man braucht für vier Portionen:

800 – 1000 g Kartoffeln
2 Eier
400 ml Schlagsahne
175 g Käse
Salz, Pfeffer

Und so macht man’s:

Den Käse fein reiben und zur Seite stellen. Die Kartoffeln schälen, waschen und in sehr dünne (1 bis 2 mm) Scheiben schneiden. Die Kartoffeln wie Dachziegel in eine Auflaufform hineinlegen. Wenn eine Schicht komplett ist, leicht salzen und pfeffern. Dann die nächste Schicht Kartoffeln, und so weiter.

Sind alle Kartoffeln in der Form, dann verquirlt man Sahne und Eier mit einer kräftigen Prise Salz in einer Schüssel und rührt auch den geriebenen Käse hinein. Diese Mischung gießt man über die Kartoffeln. Dann deckt man die Auflaufform ab (Deckel oder Alufolie) und schiebt das Gratin in den Ofen, den man (erst dann) auf 200 Grad einstellt. Nach etwa 60 Minuten Deckel bzw. Folie abnehmen und weitere 5 bis 10 Minuten im Ofen bräunen.

Mit vorgeheiztem Ofen geht es 10 Minuten schneller, verbraucht aber mehr Energie.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn