Archive for the ‘Rezept’ Tag

Erdbeerbowle

Bowle gehört zu Sommerpartys wie Sonnenschirme und kalte Fleischbällchen. Hier kommt ein Klassiker: die gute alte Erdbeerbowle. Wer’s ohne Alkohol mag, ersetze sämtliche alkoholischen Getränke im Rezept durch Zitronenlimonade…

 

 

Das braucht man für eine Party mit 8 bis 10 Personen:
500 g möglichst kleine Erdbeern
2 EL Zucker
100 ml Pfirsichlikör
eine Flasche halbtrockenen Sekt
eine Flasche Weißwein

Und so geht’s:
Die Erdbeeren unter fließendem Wasser kurz abduschen. Blätter und Stiele entfernen und die Früchte halbieren (größere vierteln).

Dann bestreut man die Beeren mit dem Zucker, gießt das Likörchen an und wartet ein bis zwei Stunden. Schließlich noch Wein und Sekt – schön kalt bitte – dazugießen, und schon heißt es: Prost!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Geröstete Haferflocken

Wollte ich dieses archaische Knuspermüsli groß vermarkten, müsste ich es wohl besser „Crunchy Cereal“ oder ähnlich nennen. Doch da ich mit dieser primitiven Leckerei und ihrem Duft allerschönste Kindheitserinnerungen verbinde, bleibe ich beim altmodischen Namen „Geröstete Haferflocken“.  Schmecken super mit kalter Milch oder Naturjoghurt.

Man braucht für eine Portion:
5EL zarte Haferflocken
2 EL Zucker
1- 2  EL Butter

So einfach geht’s:
Haferflocken und Zucker in einem tiefen Teller mischen. Die Butter in der Pfanne schmelzen lassen, Haferflockenmix dazugeben und unter Rühren ein paar Minuten ganz leicht karamelisieren lassen.  Dabei sollten die Flocken leicht bräunen und sich mit dem geschmolzenen Zucker verbinden, aber bloß nicht zu dunkel werden. Denn dann schmeckt’s bitter.

Kann man direkt warm essen oder abkühlen lassen. Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Spaghetti mit Gurken und Lachs

Wahnsinn, Salatgurken für 22 Cent das Stück habe ich heute gekauft. Dabei ist die Gurke doch als angeblicher Ehec-Erreger längst rehabilitiert! Und wenn man sie durchgart wie in diesem Rezept, muss man sowieso keine Angst haben und darf den armen Gurkenbauern ruhig mal unter die Arme greifen. Die bleiben nämlich zurzeit vollkommen unverdient auf ihrer Ernte sitzen und müssen das schöne Gemüse vernichten. Schade drum.

Man braucht für zwei Portionen:
250 g Spaghetti
1/2 Salatgurke
1 kleine Zwiebel
1 EL Margarine
2 EL Mehl
1 Tasse Wasser
1 kleiner TL Salz
150 g TK-Lachsfilet
75 ml Schlagsahne
1 Eigelb
1 EL Schmand
Salz, Pfeffer, Dillspitzen (getrocknet oder frisch)

So geht’s:
Die Gurke waschen, dünn schälen und längs halbieren. Mit einem Teelöffel die Kerne herauskratzen. Das verbleibende Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Den Lachs, gefroren oder leicht angetaut, in kleine Stücke schneiden.

Die Spaghetti nach Packungsangabe in Salzwasser garen. Währenddessen in einem Topf die Margarine erhitzen und Zwiebel- und Gurkenwürfel darin andünsten. Das Mehl überstäuben, unter Rühren eine Minute anschwitzen und mit dem Wasser ablöschen. Salz dazu, zum Kochen bringen und 3 Minuten köcheln lassen. Lachs und Sahne dazugeben, aufkochen, weitere 3 Minuten garen. Eigelb und Schmand in einer Tasse miteinander verquirlen und in die kochende Sauce rühren, danach die Sauce vom Herd ziehen. Mit Salz, Pfeffer und Dill abschmecken.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Schmorgurken (Gurkengemüse)

Geschmortes Gurkengemüse ist irgendwie ein bisschen in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, wie ich finde. Deshalb hier ein Klassiker der Gemüseküche: die gute alte Schmorgurke.

Man braucht für zwei Personen (als Beilage zu Salzkartoffeln oder Reis):
1  Salatgurke
1 kleine Zwiebel
1 EL Margarine oder Öl
1 EL Mehl
1/2 Tasse warmes Wasser
1 TL Salz
Pfeffer, Prise Zucker
100 ml Schmand

So geht’s:
Gurke waschen, dünn schälen, der Länge nach halbieren. Mit einem Teelöffel die Kerne herauskratzen und wegtun. Das verbleibende Fruchtfleisch in Scheiben von etwa 5 mm Dicke schneiden.

Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden.

In einem Topf Fett oder Öl erhitzen, die Zwiebelwürfel darin anbraten, bis sie goldgelb sind. Dann die Gurkenstücke dazugeben und zusammen 3 Minuten dünsten. Mehl überstäuben und mit dem warmen Wasser ablöschen. Salz, Zucker und etwas Pfeffer hinzugeben, alles zum Kochen bringen und auf kleiner Flamme 10 bis 15 Minuten köcheln lassen.

Schmand unter die Sauce rühren, nochmals erhitzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Asiatisches Pfannengemüse mit Reis

Knackiges Gemüse in asiatischer Sauce: Dieses gesunde Schnellgericht erfreut nicht nur Vegetarier. Es lässt sich übrigens auch mit anderem Gemüse ergänzen, zum Beispiel Lauch, Bambussprossen oder Zwiebeln – was halt so da ist! Wer es gern etwas schärfer mag, kann auch zusätzlich asiatische Gewürze mit anbraten, zum Beispiel Ingwer oder eine Currymischung.

Man braucht für zwei Personen:
1 Tasse Parboiled-Reis
2 Tassen Wasser
1 große Mohrrübe
150 – 200 g Weißkohl
eine Handvoll Mungbohnensprossen
1/2 Paprikaschote (rot oder gelb)
1 EL Öl
2 EL Sojasauce
2 EL Apfelsaft
1 TL Speisestärke
1 Tasse Wasser
Salz

Und so geht’s:
Möhre schälen, Paprikaschote von Kernen und weißen Trennwänden befreien. Sprossen waschen. Kohl, Mohrrübe und Paprika in etwa 3 bis 4 cm lange, dünne Streifen schneiden.

In einem Topf zwei Tassen Wasser zum Kochen bringen. Halben gestrichenen Teelöffel Salz und den Reis hinzugeben, auf kleiner Flamme 16 bis 18 Minuten quellen lassen.

Wenn der Reis im Topf ist, eine große Pfanne (oder Wok, wer hat) auf dem Herd heiß werden lassen. Das Öl hineingeben und darin das Gemüse 7 Minuten unter ständigem Rühren auf mittlerer bis hoher Hitze anbraten. In einer Tasse Sojasauce, Apfelsaft, Speisestärke und etwas Salz verrühren. Über das Gemüse in der heißen Pfanne geben, mit einer Tasse Wasser ablöschen. Auf kleiner Flamme weitere 7 Minuten dünsten, dabei gelegentlich umrühren. Kocht die Flüssigkeit zu sehr ein, muss man etwas Wasser zugeben (das Gericht soll nicht trocken sein, sondern eine Sauce haben). Am Ende mit Salz abschmecken. Mit Reis servieren.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Müsli-Muffins

Die leckeren Müsli-Muffins haben einen psychologischen Vorteil gegenüber anderem Kuchen: Durch die Getreideflocken im Teig kann man sich einbilden, etwas richtig Gesundes zu essen – schließlich neutralisiert die enthaltene Haferkleie zumindest einen kleinen Teil des Cholesterins aus der Butter. Sie ist für den Geschmack des Gebäcks unverzichtbar und sollte höchstens zur Hälfte durch Margarine ersetzt werden.

Man braucht für zehn Muffins:
2 große Eier
80 Gramm Zucker
125 Gramm Butter
100 Gramm Weizenmehl
75 Gramm feinflockiges Müsli („Kindermüsli“)
halber Teelöffel Backpulver
nach Geschmack ein paar Schokostreusel

So geht’s:
Zehn Mulden eines Muffinblechs mit je einem Papierförmchen bestücken. Eier, Zucker und weiche Butter in einer Schüssel schaumig rühren. Mehl, Müsli und Backpulver vermischen, dazugeben und nur noch kurz weiter rühren – Die Zutaten sollen gerade eben gleichmäßig vermengt sein. Den Teig in die Papierförmchen füllen, jeweils etwa einen Esslöffel. Als Deko kann man jetzt noch Schokostreusel obendrauf streuen. Damit wird das Gebäck automatisch attraktiver für Kinder 😉

Im Backofen bei 180 Grad (Gas Stufe 3) 20 bis 25 Minuten backen. Die Muffins sind fertig, wenn sie vom Rand her goldbraun werden. Am besten schmecken sie noch am selben Tag.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Linsen-Aufstrich

Was Deftiges zum Brot, aber bitte kein Fleisch? Aber gern: Dieser Aufstrich aus gelben Linsen ist lecker, einfach herzustellen und noch dazu wirklich preiswert. Er „funktioniert“ allerdings wirklich nur mit gelben Linsen, denn die braunen zerfallen beim Kochen nicht.

Man braucht für zwei bis drei Personen zum Brot:
1 EL Zwiebelwürfel
etwas Öl oder Butter zum Braten
1/2 Tasse gelbe Linsen
1 1/2 Tassen Wasser
1 EL Majoran
1/2 TL Salz
20 – 30 g Butter
Pfeffer

Und so geht’s:
Die Zwiebelwürfel im heißen Fett glasig andünsten.

Mit Wasser, Linsen und Majoran in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Zwischendurch umrühren und kontrollieren: Sollte das Wasser bereits vor Ende der Garzeit vollständig aufgesogen sein, muss man etwas Wasser dazugeben. Nach 20 Minuten sollen die Linsen beginnen zu zerfallen, und es soll kein Wasser mehr übrig sein.

Dann püriert man die Linsen mit Butter und Salz (wer keinen Pürierstab hat, kann die Linsen auch mit dem Löffel durch ein Sieb streichen) und schmeckt das Püree kräftig mit Salz und Pfeffer ab.

Lauwarm und frisch passt es hervorragend zu Baguette oder anderem frischen Weißbrot. Es kann aber auch kalt auf jedes andere Brot gestrichen werden. Im Kühlschrank hält es sich zwei Tage.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Tomaten-Lauch-Suppe mit Grießklößchen

Das Wintergemüse Lauch wird hier kombiniert mit sommerlich-fruchtiger Tomate, die allerdings als Dosenvariante ins Spiel kommt. Das Ganze erhält durch einen Schuss Sahne ein feines Käse-Aroma. Wer es eilig hat (oder auf Eier ganz verzichten möchte), der kann diese Suppe auch mit Nudeln servieren anstatt mit Grießklößchen.

Man braucht für zwei Personen:

Für die Klößchen:
300 ml Milch
1/2 TL Salz
Prise Muskat
75 g Grieß
1 Ei

Für die Suppe:
1 Stange Lauch
2 Mohrrüben
1 EL Öl
1 kl. Dose (400g) Tomatenstücke
1 Tasse Wasser
1/2 Tasse Weißwein (oder Rosé)
1 EL Basilikum
1 knapper TL Salz
1/2 Tasse Sahne
etwas Pfeffer

So geht’s:
Wer mit dem Multitasking in der Küche noch nicht so vertraut ist, sollte erst die Klößchen kochen und dann die Suppe. Routinierte Köche schaffen das natürlich parallel.

Also zunächst die Klößchen: Milch, Salz und Muskat aufkochen. Den Grieß mit dem Schneebesen einrühren, Herd ausschalten und den Brei mit der Restwärme ausquellen lassen. Er soll richtig schön fest sein. Während er abkühlt, hin und wieder etwas umrühren, damit sich keine trockene „Haut“ bildet. Wenn der Brei etwa handwarm oder etwas kühler ist, kann man das Ei mit einer Gabel gründlich unterrühren.

Aus dieser Masse sticht man jetzt mit einem feuchten Teelöffel kleine Portionen ab, die man dann mit ebenfalls angefeuchteten Händen zu Kugeln rollt und auf einen großen Teller legt. Die Menge sollte etwa für 30 bis 40 Klößchen reichen.

In einem großen Topf  2 Liter Wasser zum Kochen bringen, etwas Salz zugeben. Die Klößchen vorsichtig einlegen und so lange im heißen Wasser (auf mittlerer Heizstufe) ziehen lassen, bis sie alle an die Oberfläche gekommen sind. Das dauert je nach Größe etwa 10 bis 15 Minuten. Mit der Schöpfkelle aus dem Wasser heben, zurück auf den Teller geben und abgedeckt beiseite stellen.

Weiter geht’s mit der Suppe: Vom Lauch die dunkelgrünen Blattenden und die Wurzeln abschneiden. Die verbleibende Stange in Scheiben von etwa 5 mm schneiden. In einem Sieb sehr gründlich waschen. Die Mohrrüben schälen und in dünne Scheiben schneiden.

In einem Topf das Öl erhitzen. Lauch und Möhren darin anbraten und etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten, dabei rühren. Dann kommen Tomaten, Wasser, Salz und Wein dazu. Aufkochen und 25 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Pürieren. Basilikum und Sahne einrühren, mit Pfeffer abschmecken. Die Klößchen in die Suppe geben und alles zusammen noch 5 Minuten auf kleinster Flamme ziehen lassen.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Grüne-Bohnen-Eintopf

Man braucht für 4 Personen:
2 EL Öl
300 g Tatar
1 Zwiebel
1 Mohrrübe
1 kl. Dose (400 g) Tomatenstücke
2 EL Tomatenmark
450 g Brechbohnen (TK)
6 mittelgroße Kartoffeln-
Salz, Pfeffer, Thymian

So geht’s:
Zwiebel, Mohrrübe, Kartoffeln schälen und würfeln.

Das Öl in einem Topf erhitzen, Fleisch darin anbraten und dabei mit dem Bratenwender zerkleinern. Wenn es überwiegend braun ist, zwei  kleine TL Salz, etwas Pfeffer und die Zwiebelwürfel hinzufügen und noch 3 bis 4 Minuten weiterschmoren. Die übrigen Zutaten hinzufügen.

Die leere Tomatendose mit Wasser auffüllen, ebenfalls hinzugeben. Alles aufkochen und etwa 15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Mit Pfeffer, Thymian und Salz abschmecken.

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn

Honigkuchen oder Frühstückskuchen

Lecker, nicht nur im Advent: der traditionelle friesische Honigkuchen.Dieser Kuchen kommt tatsächlich ganz ohne Fett aus. Und auch ohne Eier, was ihn für Allergiker attraktiv macht. Das mit dem Fett ist allerdings nur die halbe Wahrheit: In der friesischen Heimat meines Mannes, wo ich das Rezept kennen lernte, isst man den Honigkuchen in Scheiben geschnitten und mit einer großzügigen Schicht guter Butter bestrichen. Sehr lecker, und zwar nicht nur in der Adventszeit.

Zutaten:
125 g Honig
75 g Zucker
125 ml Milch
250 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
1 EL Kakaopulver (ja, Nesquik etc. gehen auch!)
1 Prise Salz
Margarine und Mehl für die Backform

So geht’s:
Eine mittelgroße Kastenform einfetten und dünn mit Mehl ausstreuen.

Honig, Zucker und Milch in einem Topf lauwarm erwärmen und rühren, bis sich Honig und Zucker aufgelöst haben. Die Mischung darf nicht heiß sein, sonst funktioniert später das Backpulver nicht.

Mehl, Backpulver, Kakao und Salz in einer Rührschüssel gut vermischen. Die Honigmischung dazugeben und mit Holzlöffel oder elektrischen Rührgerät so lange verrühren, bis es keine Mehlklumpen mehr gibt.

Den Teig in die Backform gießen, im (nicht vorgeheizten) Ofen bei 160 Grad etwa 50 Minuten bis eine Stunde backen. Der Kuchen bräunt durch den Honig sehr stark, dennoch nicht zu früh aus dem Ofen nehmen, sonst ist er innen noch roh und klebrig. Garprobe mit Holz- oder Drahtstäbchen empfiehlt sich.

Nach dem Backen kann der Kuchen, gut verpackt, eine Ruhezeit von 2 bis 3 Tagen vertragen, ehe er serviert wird. Er wird dann weicher und aromatischer. Und ich empfehle allen Kalorientabellen zum Trotz: Butter drauf!

Guten Appetit!

von OP-Redakteurin Sabine Nagel-Horn